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11. Mai 2026
Poesie-Nr. 029.
Die Mündung

Ein schwachblaues Himmelszelt umrahmt einen weiten, wimmernden Fluss, der stetig seine Mündung sucht. Der kalte Blutmond versteckt sich in der Ferne, während die goldene Frühlingssonne ihre Schicht langsam abschließt. Das Meer im Graugrün ist eine von Wonne beladene Wanne, in der Fische und Meerespflanzen frei schwimmen. Das Gewässer spült die Trauer der Vergangenen ab, die der Fluss aus dem Quellgebiet mitgeschwemmt hat. Eine lange flüssige Reise, flüchtige Momente, während der Herrgott hinter dem Himmelszelt hinunterschaut.
Rheinland, 11. Mai 2026
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