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19. Mai 2026
Poesie-Nr. 034.
Jahreszeiten

Geburt, Leben und Tod sind wie
die Aufeinanderfolge der Jahreszeiten,
wie die Blumen, die knospen und verwelken.
Wie ein Läufer, der eine lange Strecke zurückgelegt hat:
Die Stationen, die er durchlaufen hat,
waren von Anbeginn weder ermesslich noch vorhersehbar—
umgeschiffte Klippen oder zerklüftete Felsen.
Das von Wellen gepeitschte Boot findet im Meer seine Kurve.
Eine Saat wird vor der Geburt gelegt;
sie geht im Diesseits auf, trägt Früchte, pflanzt sich fort—
ein Abdruck der verschwommenen Vergangenheit
fährt ins Jenseits,
erinnert uns an eine sehnende Zusammenkunft,
die viele Sommer und Winter durchlebt hat.
Rheinland, 18. und 19. Mai 2026
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