4. August 2013
Gedichtübersetzung-Nr. 006.
Gute Nacht (1822) by Wilhelm Müller (1794–1827)

詩/威廉‧穆勒(1794–1827)
樂/舒伯特(Franz Schubert, 1797-1828)
(1827 年作)
Gute Nacht (1821-1822)
Fremd bin ich eingezogen,
Fremd zieh ich wieder aus.
Der Mai war mir gewogen
Mit manchem Blumenstrauß.
Das Mädchen sprach von Liebe,
Die Mutter gar von Eh' -
Nun ist die Welt so trübe,
Der Weg gehüllt in Schnee.
Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wählen mit der Zeit:
Muß selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit.
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Und auf den weißen Matten
Such ich des Wildes Tritt.
Was soll ich länger weilen,
Daß man mich trieb' hinaus?
Laß irre Hunde heulen
Vor ihres Herren Haus!
Die Liebe liebt das Wandern,
Gott hat sie so gemacht -
Von einem zu dem andern -
Fein Liebchen, gute Nacht!
Will dich im Traum nicht stören,
Wär schad um deine Ruh,
Sollst meinen Tritt nicht hören -
Sacht, sacht die Türe zu!
Schreib im Vorübergehen
Ans Tor dir gute Nacht,
Damit du mögest sehen,
An dich hab ich gedacht.
Chinesische Übersetzung: Tong Yali
Berlin, 4. August 2013
晚安(1821–1822)
詩/威廉‧穆勒(1794–1827)
樂/舒伯特(Franz Schubert, 1797-1828)
(1827 年作)
中譯/彤雅立
我陌生地到來,
也陌生地離開。
五月以花束相迎,
曾使我心歡悅。
女孩訴說愛情,母親
甚且提婚約——
如今天地一片陰霾,
路途被雪掩埋。
我無從去選擇
那旅途的時辰——
在這黑暗中,我唯有
為自己引道路。
月光下一縷影子
如伴侶隨我行,
我在皚皚雪原裡,
尋覓野獸足印。
我何該在此停留,
任人將我驅走?
就讓狂亂犬隻
在主人門前吠!
上帝造就出愛情,
使它性喜漂泊——
從一人到另一人,
我的摯愛,晚安!
不願打擾你清夢,
以免使你不安;
不應聽見我足音——
輕輕,我掩上門!
在經過你門前時,
在上面寫「晚安」,
如此你便能看見——
我曾經惦著你。
(2013.8.4 譯於柏林,2026.6.15 定稿於德西)